Neophyten und Alternativen

Neophyten mit invasivem Potenzial (Informationspflicht)

Ailanthus altissima (Götterbaum)
Der bis 25 m hohe Baum kommt aus Ostasien. Er bildet grosse Fiederblätter und blüht gelblich-grün im Juni – Juli. Die Vermehrung erfolgt durch Samen und unterirdische Ausläufer. Die Rinde und Blätter können allergische Hautreizungen hervorrufen und die Art verdrängt die einheimische Flora.
Alternativen: Aesculus hippocastanum, Catalpa bignioides, Celtis australis, Fraxinus ornus, Juglans regia, Koelreuteria paniculata, Sorbus aucuparia, Sorbus Dodong

Buddleja davidii (Sommerflieder, Schmetterlingsstrauch)

Der beliebte Strauch aus China wird ca. 3m hoch. Die Blütenrispen im Juli bis August werden von Schmetterlingen besucht, bieten aber den Raupen keine Nahrung.  Die Vermehrung wird über Samen vorgenommen. Die Pflanzen beeinträchtigen die einheimische Flora.
Alternativen: Ceanothus delilianus, Lagerstroemia indica, Caryopteris spp., Vitex agnus-castus, Perovskia atriplicifolia, Hydrangea paniculata

Cornus sericea (Seidiger Hornstrauch, Weisser Hartriegel)
Der bis 4m hoch wachsende Zierstrauch blüht im Mai bis Juni und ist wegen seinen roten und gelben Ästen beliebt. Verbreitet wird er durch Samen und Wurzelausläufer. Er verdrängt die einheimische Flora.
Alternativen: Cornus sanguinea, Cornus alba ‘Elegantissima’, Cornus alba ‘Sibirica’

Lonicera henryi (Henrys Geissblatt, immergrünes Geissblatt)
Die immergrüne Schlingp?anze wird bis 5?m hoch. Sie blüht gelb bis orange und vermehrt sich über Samen und kriechende Triebe. Sie umschlingen Bäume und hemmen die einheimische Krautschicht im Wald.
Alternativen: Lonicera heckrottii, Lonicera periclymenum

Lonicera japonica (Japanisches Geissblatt)
Die bis 10 m hoch wachsende Kletterpflanz blüht weiss bis rosa von Juni bis September. Sie bildet unterirdische Ausläufer und Beeren. Sie wächst Bäume hinauf und hemmt ebenfalls die einheimische Krautschicht im Wald.
Alternativen: Lonicera periclymenum, Lonicera caprifolium, Lonicera heckrottii

Parthenocissus inserta (Gewöhnliche Jungfernrebe)
Die Kletterpflanze mit 3-5 Teilblättern aus Nordamerika behindert vor allem im Tessin die Waldverjüngung durch die dichten Bestände. Sie vermehrt sich über Triebe und Teile davon.
Alternativen: Parthenocissus tricuspidata, Akebia quinata, Hedera helix

Paulownia tomentosa (Blauglockenbaumm Paulownie)
Ursprünglich stammt der Baum aus Ostasien. Im April bis Mai bilden sich blaue Blüten in Rispen vor dem Blattaustrieb. Er vermehrt sich über Samen. Er beeinträchtigt die einheimische Flora durch Lichtentzug.
Alternativen: Catalpa bignonioides, Magnolia soulangeana, Liriodendron tulipifera, Aesculus hippocastanum

Prunus laurocerasus (Kirschlorbeer)
Die Heimat des immergrünen Strauches, der oft für Hecken verwendet wird, sind Südeuropa und Südwestasien. Er wird bis 6 m hoch und blüht von April bis Mai. Die Pflanzen sind vermehrt in Wäldern zu sehen, da die Samen von Tieren verbreitet werden. Sie entzieht den einheimischen Pflanzen Licht.
Alternativen: Taxus baccata, Iles aquifolium, Prunus lusitanica ‘Angustifolia’, Ligustrum ovalifolium, Photinia fraseri ‘Red Robin’, Viburnum tinus

Prunus serotina (Späte oder Amerikanische Traubenkirsche)

Der bis 10 m hohe Strauch stammt aus Nordamerika und blüht von Mai bis Juni. Die Samen werden von Tieren verbreitet. Der Strauch verdrängt die einheimischen Arten vor allem in unseren Wäldern.
Alternativen: Prunus padus, Amelanchier ovalis, Prunus serrulata, Prunus yedoensis, Corylus avellana, Sambucus nigra

Robinia pseudoacacia (Falsche Akazie, Robinie)

Der bis 25 hohe Baum trägt im Mai bis Juni intensiv duftende Blüten. Sämtliche Teile der Pflanze sind giftig. Sie verbreiten sich durch Samen und Wurzelausläufer und verdrängen die einheimische Flora. Zudem reichern sie den Boden mit Stickstoff an.
Alternativen: Fraxinus ornus, Laburnum anagyroides, Sorbus aucuparia, Gleditsia triacanthos

Rubus armeniacus (Armenische Brombeere, Gartenbrombeere)
Der Strauch bildet bis 5 m lange Triebe. Er blüht von Juni bis August und trägt schwarze Beeren. Er vermehrt sich durch Wurzelausläufer und Samen und unterdrückt die Entwicklung einheimischer Arten.
Alternativen: Andere Brombeerarten (z.B. Rubus fruticosus) und nicht invasive Sorten

Symphoricarpos albus (Schneebeere)
Der Kleinstrauch wird nur 2 m hoch und ist bildet nach der Blüte im Juni bis Juli weisse, kugelrunde Beeren. Er breitet sich stark durch Wurzelausläufer und Samen aus.
Alternativen: Spiraea cinerea ‘Grefsheim, Deutzia scabra, Viburnum lantana, Viburnum opulus, Ribes alpinum

Trachycarpus fortunei (Hanfpalme)
Die Palme wird 10 bis 15 m hoch und bilden männliche und weibliche Blütenstände. Die blauen Beeren werden von Vögeln gefressen und weiträumig verbreitet. Vor allem im Tessin verdrängt die Hanfpalme die einheimische Flora.
Alternativen: Koelreuteria paniculata, Catalpa bignonioides ‘Nana’, Acer platanoides ‘Globosum’, Liquidambar styraciflua ‘Gumball’, Ginkgo biloba ‘Mariken’


Liriodendron tulipifera (Tulpenbaum)

Invasive Neophyten (verbotene Pflanzen)

Fallopia baldschuanica (Schlingenknöterich)
Die aus Asien stammende, mehrjährige Kletterpflanzen bildet weisse Blüten, die sich zu dunkelbraunen glänzenden Früchtchen entwickeln. Die Blütezeit ist von Mai bis Oktober. Diese schnellwachsende Pflanze bevorzugt brachliegende Standorte im Siedlungsraum und überwächst Mauern, Sträucher und Bäume. Alternativen: Clemantis montana var. wilsonii, Wisteria sinensis ‘Alba’, Hydrangea anomala petiolaris

Rhus typhina (Essigbaum)
Der strauchartige Baum ist in Nordamerika beheimatet und wird etwa 6 m hoch. Die Äste sind behaart, die Blätter ge?edert und die Blattränder gezähnt. Die Fruchtstände bilden rote, aufrechte Kolben. Der Essigbaum vermehrt sich durch Wurzelschösslinge und verdrängt die einheimische Flora.
Alternativen: Aesculus flava, Caragana arborescens, Fraxinus ornus, Heptacodium miconioides, Sorbus Dodong, Sorbus aucuparia

Es sind hier nicht alle Neophyten aufgeführt, sondern nur Gehölze, die in unseren Gärten zu finden sind.

Alle Neophyten der Schweiz finden Sie in diesem Dokument.

Heptacodium miconioides